wissen  Bernhard Hoetger

Kaffee Worpswede, Originalbestuhlung

Über die Grenzen: Das Pariser Musée d'Orsay zeigt in seiner Sammlung Bronzen Hoetgers. In der Schweiz befindet sich eine Bauplastik Hoetgers. 1912/1913 schuf er für das von dem Architekten Otto Ingold gebaute Volkshaus Bern vier in Kunststein gegossene Figuren, die die Kraftquelle des Volkes darstellen (siehe oben).

 


Bernhard Hoetger
(1874-1949),
bekannt als Protagonist der norddeutschen expressionistischen Backsteinarchitektur. Sein Hauptwerk ist das mit zahlreichen Bronzeplastiken geschmückte Architekturensemble Böttcherstrasse in Bremen. Beheimatet in der Worpsweder Moorlandschaft seit 1914 hat Hoetker die expressionistische Formenwelt auch in den Möbelbau getragen bei Verwendung von dortigen Materialien, besonders Eiche und Binsen. (In Vorbereitung für das Jahr 2024 sind umfangreiche Hoetkerwürdigungen in Bremen und Worpswede).
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Unser Armlehnstuhl, 1924 hergestellt in den "Worpsweder Kunsthütten", nimmt mit seinen Materialien und der handwerklichen Ausführung die bäuerliche Tradition der Moorlandschaft auf. Die Gespreiztheit seiner Formen ist expressionistisch, wie die Architektur Hoetgers. Die dekorativen Zutaten nehmen Anleihen bei der Bildsprache der nordischen Mythologie.
War der Stuhl ursprünglich Teil der Erstaustattung des "Kaffee Worpswede", so sind heute nur noch wenige Exemplare bekannt. Einer befindet sich in der Sammlung des Museums Böttcherstrasse in Bremen, ein weiterer in der kleinen Sammlung "Käseglocke" in Worpswede, einer ging im Jahr 2017 am Wiener Auktionshaus Dorotheum in die Welt hinaus.
Lit: Maria Anczykowski (Hg.) Bernhard Hoetger Skulptur Malerei Design Architektur, Bremen 1998, Abb. 204, S. 275












 


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